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Wirtschaft | ICE-Neubaustrecke

( (*)Quellen: ddp und Informationsflyer Deutsche Bahn AG/ Kommunikation; DB ProjektBau GmbH/ Regionalbereich Südost, Erfurt; Mai bzw. Juni 2009)


 

Allgemeines
Das Bauvorhaben ist Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8 Ausbau-/ Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt-Leipzig/ Halle-Berlin. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rd. 10 Mrd. Euro. Geplante Inbetriebnahme ist 2017. Die Fahrzeit München- Berlin soll sich dann auf etwa 4 Stunden verkürzen.
Die Neubaustrecke VDE 8.1 Ebensfeld- Erfurt ist als regelspurige, zweigleisige, elektrifizierte Eisenbahnstrecke mit einer Gesamtlänge von 107 km konzipiert.

Der Tunnel Silberberg ist mit einer Länge von 7391 m und ca. 4400 m Begleit-, Rettungs- und Zugangsstollen der zweitlängste Tunnel der Neubaustrecke sowie der größte Tunnel unter einer Stadt in Europa.

"Am nördlichen Hanganschnitt des Oelzetales befindet sich das Südportal des Tunnels.Hier taucht die Tunnelachse in das Thüringer Schiefergebirge ein und führt unter das Hochplateau von Großbreitenbach, wo der westliche Teil der Stadt und das dort befindliche Glaswerk in ca. 80 Meter Tiefe unterfahren wird. Im weiteren Verlauf unterquert der Tunnel Höhenrücken und Täler des Thüringer Waldes. ... Nach der Unterfahrung der westlichen Peripherie der Ortschaft Möhrenbach in ca. 85 Meter Tiefe tritt das Tunnelbauwerk an der südlichen Seite des Wohlrosetales wieder aus dem Gebirge aus."

Der Tunnel wird im Spreng- bzw. Baggervortrieb aufgefahren und zweischalig ausgebaut.
Der Bau erfolgt in zwei zeitgleich hergestellten Tunnelabschnitten. Die Vortriebe erfolgen nicht wie üblich von den Tunnelportalen aus, sondern über zwei Zwischenangriffsstollen (bei Altenfeld- 752 m lang, bei Möhrenbach- 352 m lang), welche später als Notausgänge genutzt werden.

Das gelöste Material wird im Süden direkt mit Baustellenfahrzeugen auf die Deponie Reischeltal (Nähe Rodeland, 18,6 ha groß) und im Norden mit Straßenfahrzeugen über die L1047 auf die ca. 1,7 km entfernte Deponie Ilmsenberg (Nähe Hohe Tanne, 11,5 ha groß, ca. 654.000 kbm) verbracht.

 

Daten und Fakten Silberbergtunnel

  • Länge: 7.391 m
  • lichte Höhe: 10,63 m
  • lichte Weite: 13,64 m
  • max. Längsneigung: 12,5 %
  • max. Überdeckung: 120 m
  • Gleise: 2
  • Notausgänge: 8
  • Ausbruchmassen: 1,5 Mio kbm
  • Entwurfsgeschwindigkeit ICE: 300 km/h
  • Tunnelanschlag: 11.09.2009
  • geplante Fertigstellung: 2013

 

 Projektdarstellungen
(Quelle:Infomaterial NBS Ebensfeld- Erfurt, Abschnitt Silberbergtunnel; DB ProjektBau mbH, Juni 2009)

Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 Aus-/ Neubaustrecke Nürnberg- Berlin, Übersichtskarte.
ICE-Karte Berlin-Nuernberg


Tunnelverlauf Großbreitenbach
ICE-Tunnel Stadtgebiet

 

Projektdarstellung/ Geologie
ICE-Karte Geologie


Projektdarstellung/ Umgebungskarte
ICE-Umgebungskarte Tunnel

 

Bauverlauf/ Aktuelles

Wie immer bei solchen Großprojekten (über 200 Mio Euro Investitionssumme) gibt es neben dem eigentlichen Baugeschehen eine Vielzahl von Berührungspunkten mit den Beteiligten des Umfeldes, z.B.:
- die Straßenfrequentierung durch Bau- und Lieferfahrzeuge
- die Umweltauswirkungen auf Natur/ Landschaft sowie den regionalen Wasserhaushalt
- neue Anforderungen an die Freiwilligen Feuerwehren der Region im Bereich Brand- und Katastrophenschutz
- neue Herausforderungen an die Verwaltung bzgl. Umsetzung/ Anpassung des Planfeststellungbeschlusses von 1996 (Kontrollfunktion, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, Anpassungen an heutige Standards und Gegebenheiten...)
Gerade für unsere Kleinstadt bedeutet dies eine enorme zeitliche, personelle und auch finanzielle Belastung.

11.09.2009: Tunnelanstich des 1. Zugangsstollens

April 2010:  Die Zugangsstollen am NA2 (Großbreitenbach/ Altenfeld) und NA 7 (Möhrenbach) erreichen die Lage des Haupttunnels und beginnen nun mit dem eigentlichen Vortrieb im Silberbergtunnel

April/ Mai 2010:  BOS- Funk im Tunnel: Damit sich im Ernstfall alle Helferkräfte (z.B. Feuerwehren aus verschiedenen Orten, Behörden, technische Hilfsorganisationen) untereinander verständigen können und keine gegenseitigen Funkstörungen auftreten, ist BOS- Funk zwingend notwendig. Dies hat das Thüringer Landesverwaltungsamt in einem Schreiben klar formuliert. Die DB Projektbau GmbH als Auftraggeber muss nun schnellstens ein funktionstüchtiges BOS- Funksystem errichten.
Wasserabsetzbecken unterhalb NA2/ Deponie Reischeltal: Mehrfach erhielten wir von Bürgern Hinweise, dass trotz Absetzbecken für das Deponiewasser Wasser mit Feinschlammgehalt unmittelbar in den Wald fließt (in Richtung Reischelbach). Wir informierten das Landratsamt Ilm-Kreis/ Untere Wasserbehörde umgehend und baten um Prüfung und Klärung.
Böschungssicherung unterhalb Firma Wiegand- Glas: Gemäß Planfeststellungsbeschluss wurde eine Böschungssicherung vorgenommen. Dabei wurde Anflugvegetation zurückgeschnitten und der Hang mit Injektionen verstärkt. Der betroffene Hang liegt unmittelbar am soeben zertifizierten Qualitätswanderweg "Panoramaweg Schwarzatal", welcher gerade für uns als Staatlich anerkannter Erholungsort sehr wichtig ist. Nach Abstimmung mit der Firma Wiegand- Glas soll zunächst die natürliche Nachbegrünung beobachtet und derzeit von zusätzlichen Erosionsschutzmaßnahmen abgesehen werden, um weitere Hangeingriffe zu vermeiden.
Ausbaugeschwindigkeit: Auf Grund verschiedener Daten in den Planfeststellungsunterlagen (250 km/h) und dem Betriebskonzept der Deutschan Bahn AG (300 km/h) fragten wir beim Eisenbahnbundesamt (EBA) nach. Anfang Mai bestätigte das EBA eine Ausbaugeschwindigkeit von 300 km/h. Dabei bleibe der Anteil und die Geschwindigkeit des Güterverkehrs aber unverändert und bei Streckenvollauslastung ändert sich an der Maximalauslastung von 120 Zügen tagüber und 80 Zügen nachts nichts. Allerdings kommt für den Personenverkehr nun ausschließlich der ICE zum Einsatz, da "der Interregio nicht mehr Produkt der Bahn sei." (Planfeststellungsbeschluss: Interregiohalt Ilmenau konzipiert zur Nahverkehrsanbindung von Coburg, Lichtenfels...)


 

Impressionen

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